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DESCRIPTION:Gaby berichtet aus Lassee \n6-Stunden LasseeVor dem Lauf: Brigitte und ich legen uns ein paar Habseligkeiten auf einemCampingsessel zurecht – Gels\, Taschentücher\, Tee und Cola. Kein Vergleichmit den Campingtischen in der Umgebung\, auf denen Trinkflaschen\, Gels undvieles anderes mehr in Reih und Glied stehen und von Begleitern gehütetwerden.Der Start: Brigitte und ich sind jetzt doch etwas aufgeregt und startenbei bestem Laufwetter (bewölkt\, nicht zu warm\, kaum Wind) in die ersteRunde. Zum Aufwärmen schaffen wir es\, in der ersten Runde den Pace bei6:45 zu halten. 50 km ist unser Ziel – bei 7:00 Pace zu schaffen.Der Lauf: Brigitte und ich laufen Runde um Runde Seite an Seite. Damit dieZeit vergeht\, werden gelegentlich mit anderen Läufern ein paar Wortegewechselt. Das Betreuerteam der Golser feuert uns euphorisch jedes Malan. Im Ziel-Start-Bereich gibt es auch immer Applaus und vor allem Musik.Während der Runde sprechen wir uns jedes Mal ab\, was wir beim nächsten Malan der Verpflegungsstation aufnehmen. Sogar unsere (einzige) Klopause istabgesprochen und kann uns nicht trennen. Nach der Verpflegung geht es wohlleicht bergab und wahrscheinlich haben wir auch leichten Rückwind\, sodasswir die Sekunden an der Labe rasch wieder „aufholen“. Es gelingt uns\, denPace zwischen 6:25 und 6:40 zu halten\, obwohl wir uns ursprünglicheigentlich mit einem langsameren Tempo zufrieden geben wollten.Irgendwannnach 2 Stunden 20 ist der Halbmarathon erledigt und es geht weiterRichtung 3 Stunden-Marke. 27 km stehen auf unseren Uhren und wir keine vonuns beiden spricht aus\, welche Enddistanz dies ergeben würde. Wir rechnennicht damit\, unseren Pace auch in der zweiten Hälfte zu halten.Natürlich werden die Beine schön langsam müde. Jetzt sind auch die3-Stunden-Läufer auf der Strecke. Nach 4 Stunden 43 haben wir dieMarathondistanz hinter uns. Ab jetzt sind wir auf 50 km fokusiert.Das Finish: Nach 5 Stunden 34 liegen 50 km hinter uns. Ab jetzt lassen wirdie Labestation aus. Irgendwie glingt es uns noch immer einen Pace von6:20 zu laufen\, obwohl – es ist VERDAMMT hart. Wir merken: Eine Runde gehtsich noch aus. Ab da beweist Brigitte ihre unglaubliche Stärke im Finish.Sie bemüht sich redlich\, mich zu motivieren\, ihr Tempo mitzulaufen. Dochbei mir geht nichts mehr. Sie läuft die letzten beiden Kilometer noch mitetwa 6:05\, während ich es nur noch mit 6:34 schaffe. Noch einmalüberqueren wir die Start-Ziel-Linie – Brigitte jetzt schon einige Metervor mir. Durch die Lautsprecher werden die letzten 5 Minuten angesagt\, dieletzte Minute – die letzten 10 Sekunden. Und dann ist es vorbei.Danach: Brigitte ist außer Sicht etwa 250 m vor mir. Ich stehe\, muss aufdie Vermesser zur kurz warten. Stehen geht gar nicht. Gehen eigentlichauch nicht mehr. Der Kreislauf fährt hinunter. Plötzlich wird mir ziemlichkalt. Ich muss noch etwa 1 km zurück zu unserer Ausrüstung. Als dannBrigitte kommt\, sind wir einfach nur stolz …Gaby \n \nJetzt auch ein Bericht von Brigitte: \n  \nIn Lassee angekommen\, haben wir sehr zu meiner großen Freude Herbert bei der Startnummernausgabe und auch Sieglinde und Gabi Ernszt\, die am Volkslauf teilnahmen\, gesehen und ein paar Worte gewechselt. Gabi hatte einen kleinen Campingsessel dabei und so bezogen wir gleich vis a vis der Verpflegungsstation einen Platz. Neben uns stand auch ein Tischchen und das erste was uns auffiel war\, wie professionell da alles in Reih und Glied stand und wirklich für alle Eventualitäten etwas vorbereitet war. Na ja\, auch wir packten unsere Gels und Cola aus und nahmen die Stimmung um uns herum auf. Einlaufen kam nicht in Frage\, so haben wir ein bisschen die Beine gelockert und sind dann um elf gestartet. Gleich nach der ersten Runde haben wir noch alles Unnötige ausgezogen\, weil vom Wetter her war es perfekt . So liefen wir Runde um Runde und Kilometer um Kilometer. Die ersten Stunden haben wir nur kurz angehalten um uns zu stärken und gleich gings weiter. Gabi und ich liefen Seite an Seite\, was ich finde unheimlich gut tat und auch jede von uns alleine diese Pace nicht hätte halten können. Auf der Strecke waren immer wieder Leute\, die uns beide begeistert anfeuerten\, ich glaube\, die hatten so etwas wie Bewunderung für uns\, weil es gab nur 15 Frauen\, die diesen Lauf beendet haben und Gabi hat gehört wie jemand sagte\, dass wir eigentlich alle nur Hobbyläufer sind. Unser erstes Ziel war die Halbmarathon-Distanz\, dann weiter zur Marathon-Distanz und dann haben wir gesagt\, alles drüber ist Draufgabe. Wir waren schon etwas müde\, aber die nächste Zielvorgabe waren die 50 km. So um Viertel nach vier sahen wir Helmut und Michael und das motivierte zusätzlich. Wir hatten jetzt noch in etwa eine halbe Stunde und die Uhr zeigte schon die 50 km\, 51\, 52. Ich wollte Gabi noch in der letzten Runde dazu motivieren\, mit mir noch ein bisschen „Tempo“ zu machen\, aber sie meinte nur „Lauf“. Ja\, ich wusste\, es ist bald vorbei und so holte ich noch einmal alles aus mir heraus\, überholte noch den einen oder die andere und wartete so hart wie noch nie auf die Schlusssirene. Endlich\, ich blieb stehen\, d.h. wollte sitzen\, konnte weder das eine noch das andere\, ich hatte noch nie so muskuläre Probleme. Irgendwann kamen Helmut und Michael und gemeinsam (sehr\, sehr langsam) gingen wir zu Gabi. Wir fielen uns in die Arme und waren einfach nur glücklich\, diesen Lauf gefinisht zu haben. Ein Läufer vor mir trug ein Shirt mit der Aufschrift „Der Schmerz vergeht\, der Stolz bleibt“ und in diesem Sinne will ich es vielleicht nächstes Jahr wieder probieren\, aber bis dahin freue ich mich auf die nächsten gemeinsamen größeren Läufe – Schlösserhalbmarathon\, Glocknerstraßenlauf mit meiner Laufkollegin und Freundin Gabi. \n  \nLg Brigitte    \n 
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