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SUMMARY:Mozart 100 km
DESCRIPTION:Rainer berichtet vom Mozart 100 – 100km Lauf:\nAm 22.06 fand in Salzburg mein erster 100km Wettkampf dieses Jahr statt. Meine Lieblingsdistanz und dafür gab es als Belohnung schon einmal weitere 2500 Höhenmeter. Der legendäre Mozart100 ist ein Ultrapanoramalauf. Sprich Trail Run. Es geht über Stock und Stein\, bergauf und Bergab. Aufgeteilt sind die 2500 Höhenmeter auf einer Strecke von 100km quer durch das Salzburger Land.\n \nStart und Ziel lag am Mozartplatz. Traumhafte Kulisse. Schon am Donnerstag war ich nach Salzburg angereist um bei der Pressekonferenz frage und Antwort zu stehen. Am Freitag stand das Briefing und etwaige Dopingkontrollen statt. Es gab auch noch genügend Zeit sich die Stadt in Ruhe anzusehen und auch gut bei der Pizzaria zu essen. Die Veranstalter haben tolles geleistet. Der Start eine wahre Hofburg für Läuferfreunde. Stände\, Musik\, Live Ergebnis Übertragung und vieles mehr.\n \nAm Samstag um 05 Uhr Morgens war der Start zum 100km Lauf angesetzt. Es galt zwei Runde zu bewältigen von 45 und 55km. Die erste Runde unterschied sich lediglich davon\, dass kurz vor dem Fuschlsee kehrt gemacht wurde\, und die zweite Runde wurde der gesamte Fuschlsee umlaufen.\n \nPatrick reiste am Freitag abend an und stand mir beiseite. Für Betreuer Patrick war es jedoch sehr schwierig mir zu helfen\, da bei eine runde von 45km und sehr schwer einschätzbar gewesen war\, wann ich zur welcher Zeit auftauchen würde. Es gab zwar eigene Shuttle Buse die Zuseher und Betreuer in 30 Minuten Takt zu verschiedenen Stationen brachten\, aber dies hielf uns nur sehr gering\, da ich einfach nicht wusste\, wie es sich alles zeitlich ausging.\n \nStart war\, putz munter ging es los. Das Wetter blieb uns Hold. 20-25 Grad und kein Regen. Die Strecke hatte ein zwei Stellen wo es stark Schlammig war\, dies war aber auch die Ausnahme.\n \nAlle 5-6km gab es eine Labstation mit allem zu essen und trinken was man sich vorstellen konnte. Da brauchte man sich keine Sorgen machen. Ich hatte bei mir keinen Laufrucksack. Ich schwor auf meine Handgelenk Trinkflasche\, jedoch sah ich nach den ersten 15km das die Verpflegestellen und mein Getränk am Handgelenk doch eine zu weite entfernung waren. Die ersten 5km gingen recht flach\, kein Problem\, doch die Anstiege hatten es ordentlich in Sich und ich musste schon gleich einen kräftigen Zug von meiner Trinkflasche machen. Die Schwüle war doch etwas Gewöhnungsbedürftig. Trinken\, trinken\, trinken\, essen\, essen\, essen. Dies machte mir die größten Sorgen während meines Laufes. Aufrund der schnellen geschwindigkeit wollte ich nicht allzulange an einer Labestation halt machen und griff während des Laufens zu Becher und Essen. Doch nach den ersten Marathon bemerkte ich\, dass klappt nicht. Die Gewöhnung alle 2km wie in Gols\, oder bei diversen Rundkursläufen von meinen Betreuern zu bekommen\, war mir hier zum Verhängnis geworden.\n \nEin Hunger und Durst machte sich bei mir breit. Ich blieb eine kurze Weile etwas Länger an einer Labe hängen\, da ich ansonsten elendig dem Mann mit dem Hammer zum Augenschein gekommen wäre.\n \nNun hatte ich meine erste Runde erledigt\, Platz.2. Ein ungar überholte mich bei der Runde. ich hatte nach 45km und 1000hm eine Zeit von !!3h17min!! was mehr als zu schnell war. Ich hatte nun doch noch 55km auf mich zukommen\, und so lies ich den Ungarer sein tempo laufen. Ich droselte ab km 45 meine Geschwindigkeit um den vollkommenen Burner zu vermeiden\n \nNun ging es wieder die 5km eher flache Strecke weiter\, bis ein bissiger 20% Anstieg kam. Das bergauf laufen war für mich kein Problem\, beim bergab spürte ich jeden Stoß auf meine Oberschenkel. Nach 50km ein Horrortripp. Ich versuchte die Wurzeln und spitzen Steine zu umlaufen. Nun passierte es und ich kam zum Ersten mal zu Sturz. Austehen – Weiterlaufen. Zum glück außer kleinen Kratzern nix passiert.\n \nEs folgten immer wieder kleine Anstiege und Abstiege\, auch schöne Singletrails die mir persönlich am meisten Spaß machten war mit dabei in diesem Rennen.\n \nNun ging es hinauf zum Fuschlsee wo ein wunderschönes Landschaftsbild meine Augen ernährte. Einfach wunderschön\, doch dies hielt nicht allzulange nachdem ich bei einer Kreuzung falsch abgebogen war. Shit verlaufen!!!\n \nIch war so sehr in meiner Musik des IPods vertieft das ich 600-800 Meter falsch abgebogen war. Zum Glück war es bei einer Einfahrt in einem Dorf\, und ich fragte einen Anwohner ob bei Ihm Läufer vorbeigelaufen sind. Er antwortete: „Na net wirkli“\n \nSo \, umgedreht\, einen kurzen Brüller ausgelassen –> deshalb da ich einen Hang hinuntergelaufen war und nun wieder rauf laufen musste zum letzten Endpunkt der Streckenmarkierung und schon war ich wieder in der richtigen Richtung unterwegs. Nun passte ich noch mehr auf.\n \nNach dem Schock war ich wieder fit und sah das mich Andi\, ein alter bekannter Ultralauffreund eingeholt hatte. Er wollte mich noch warnen das ich falsch abgebogen bin\, nur leider hatte ich mit meiner Musik keine Chance rufe wahrzunehmen. Ich lag nun auf Rang drei\, und es sollte mich auch bis ins Ziel begleiten.\n \nBei KM 75 landeten wir in Fuschl am See wo auch der Start des 25km Light laufes über die Bühne ging. Eine Masse an Zusehern applaudierten uns\, und ich bekam wieder Adrenalin für die letzten 2 Stunden bis zum Ziel.\n \nDoch es stand uns noch ein besonderer Abschied bevor: THE WALL. Die WAND. Im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Mehr als 20% Steigung\, asphaltierte und irrsinnig lang gezogen machte das „Laufen“ beinahe unmöglich. Ich musste „Schreien“ ich wollte unbedingt ohne zu gehen diese Wall rauflaufen. Hart\, aber als es wieder ebener wurde\, wars geschafft. Das Laktat irgendwo im Nirgendwo.\n \nNun war es beinahe geschafft es folgte noch ein Wladstück und ich konnte schon Salzburg sehen. nun ging es in die Neue Stadt hinein\, entlang der Salzach durch die engen gassen der Mozartstatt. Chinesische Touristen lächelten mich an und nickten\, und machten Fotos. Okaaayy? Einfach weiterlaufen und zurücklächeln 😉\n \nUnd nun konnte ich das Ziel wahrlich riechen die letzte Kurze\, und eine tosender Applaus. Geschafft.\n \nMit 8 Stunden und 2 Minuten wurde ich gesamt dritter und zweiter in der Hauptklasse. Erste wurde der Ungar in 7 Stunden 48 Minuten\, und Andi war mit 8 Stunden und 34 Sekunden auf Rang 2.\n \nIch bin mir zu 100% Sicher eine Zeit unter 7 Stunden sind locker möglich. Ich bin froh meinen ersten Trail lauf geschafft zu haben und kann mit ruhigen gewissen die AUgen zu machen und davon träumen.\nDanke gilt auch allen meinen Laufkollegen und den Veranstaltern die mich super betreuten. Auch Patrick der mit viel leidenschaft an der Sache war und natürlich den LC Strasshofern/innen fürs daume drücken.\n \nDankeeee =)\nErgebnisse und Fotos unter\n \nhttps://www.mozart100.at\n \nInfos zu weiteren Rennen und Highlight \nhttps://www.rainerpredl.at
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