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28. Austria Triathlon

So. 06. Sep. 2015 @ 08:00 - 18:00

28. Austria Triathlon

So war ich wieder dem Ruf des Leuchtturmes gefolgt und  am 04.09. nach Podersdorf gekommen. Zu einem hatte ich mir zu beweisen, dass meine Niederlage von Linz nur ein Einzelfall war, zum anderen hatte ich mich sehr gut auf diesen Tag vorbereitet und war bereit für eine neue pB. Startnummern und Goodies (Laptoptasche mit Austria Triathlon Logo und eine Flasche Podersdorfer Wein) abgeholt, holte ich mir gleich einmal meine Carbo-Ladung in Form von Kaiserschmarrn mit Apfelmus um danach mit meinem Bike einzuchecken. Mir war ein Startplatz nahe beim Bike-out zugewiesen worden, tolle Sache aber aufgrund der hohen Teilnehmerzahl waren die Plätze sehr eng zueinander gehalten. Es war gerade Platz für meine kleine Utensilienkiste, die Lenker der Räder berührten einander. Anschließend noch das Zelt am Campingplatz aufgebaut, ging es zurück zum Race-Briefing. Es wurde eine Neuerung im Laufbewerb angekündigt, sonst sollte alles beim Alten bleiben. Der See hatte zum aktuellen Zeitpunkt 21,7 Grad, da für die Nacht Regenschauer angekündigt waren und somit der See abkühlen würde, hob der Chef-Wettkampfrichter das NEO-Verbot auf.

Bis auf einen kleinen Regenguss verlief die Nacht ruhig. Um halb-sechs war die  Wechselzone wieder geöffnet und es hatte zu regnen begonnen, in kürzester Zeit war ich watschelnass, die Laufclub-Jacke hielt mich leider nicht lange trocken.

Die Seetemperatur war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal  um 0,2 Grad gefallen, laut Statuten wäre Neo-Verbot gewesen, da jedoch alle ihren Neo mit hatten, ließ man die Verwendung aufrecht.

Im Regen stülpte ich mir meine Gummihaut über, keine leichte Sache, im trockenen Zustand geht’s einfacher. Die  Wechselzone wurde geschlossen, die Masse bewegte sich zum See, der spiegelglatt vor uns lag; aufgrund des heißen Sommers war der Wasserstand sehr niedrig. Trotz der 21 Grad war es sehr erfrischend, als ich das Wasser in die Gummihaut eindringen lies. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen, es war windstill und der Himmel lichtete sich. Ich stand ziemlich weit vorne, als der Startschuss ertönte; das Wasser brodelte, ständig schwamm ich auf vor mir Schwimmende auf, gleichzeitig wurde ich von hinten bedrängt. Einmal bekam ich einen heftigen Fußschlag gegen meine Kinnlade, so dass ich kurz stehen bleiben musste um zu spüren ob ich unverletzt geblieben war. Beim ersten Wendepunkt wurde man aufgrund der vielen Teilnehmer in einem Sog mitgerissen und man musste zusehen, nicht durch die Fliehkraft nach außen gezogen zu werden. Nach der zweiten Wende durften wir Halben direkt auf den Zielbogen zuschwimmen. Ca. 150 Meter vor dem Ziel war das Schwimmen aufgrund des seichten Wasserstandes unmöglich geworden. Das Waten bis zum Ausstieg war extrem Kräfteraubend. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 37:42 hatte ich die 1900 Meter absolviert.

Den  Neo bis zur Hüfte abgestreift ging es im Laufschritt zum Rad. Ich kämpfte mit dem Ausziehen des Neos , danach musste ich zusehen nicht zuviel Gras und anderes Grün mitsamt den Socken anzuziehen. Nach langen 4:13 verlies ich die Wechselzone, das Rad vor mir herschiebend auf drei mal dreißig Kilometer Runden. Flott ging es aus Podersdorf hinaus, als wir allesamt auf eine neue Radstrecke gelotst wurden. Schmal, übersät mit Unebenheiten, Löchern und Ackermaterial bis zu einer engen Wende ging es an die 6 Kilometer mit Gegenverkehr dahin. Hier war ich bis dato noch nie gewesen. Die Carbonrenner ächzten unter den Unebenheiten, mein Alurad litt ebenfalls unter den Umständen. Zurück auf der ursprünglichen Radstrecke ging es wie gewohnt durch die flache Seenlandschaft. Kilometer 30 kündigte sich auf meinem Tacho an aber weit und breit war noch kein Podersdorf zu sehen, meine Vermutung: der Streckenposten hatte uns fälschlicherweise auf die schlechte Straße mit der Wende geschickt. Die restlichen zwei Runden wurden dann ohne Zusatzschleife gefahren. Nach 3:05:36 hatte ich die 96 Kilometer absolviert. Der Wechsel auf die Laufschuhe dauerte lange 3:17 Minuten, musste ich doch mein Rad in die enge Schleuse einparken.

Flott lief ich anfangs Richtung Hölle hinaus, aufgrund der Laufstreckenänderung kamen wir nicht mehr bis zum Weingut Hölle hinaus, sondern wendeten schon zuvor beim großen hölzernen Aussichtsturm. Zurück am Podersdorfer Strand konnte ich meine aktuelle Wettkampfzeit von 4:41 erkennen; ich war guter Dinge eine neue persönliche Bestzeit zu schaffen. Für die zweite Laufrunde brauchte ich jedoch erheblich länger. Ich finishte in 5:51:24; Schade dachte ich: Ohne die zusätzlichen 6 Radkilometer hätte ich die aktuelle Bestzeit von 5:45 geknackt. Bei Gulaschsuppe, Brötchen, Wurstsemmeln, Kuchen und Alkfreibier war die Enttäuschung bald verflogen. Das Erlebte mit Freunden und Bekannten zu teilen, machte alles wieder wett.

Später erfuhr ich den Grund für die Zusatzstrecke: Ein Verkehrsunfall war während wir schwammen auf der Radstrecke passiert, worauf die Polizei eine Umleitung forderte um die Strecke wieder frei zu bekommen. Hier erkennt man die Professionalität des Veranstalters, der alle Teilnehmer von Halb- und Langdistanz über die Zusatzschleife führte um ein hindernisfreies Rennen zu gewährleisten. Überraschenderweise wurde im Nachhinein jedermanns Zeit um 9:01 Minuten als Gutschrift für die Schleife korrigiert, somit bin ich schlussendlich doch noch zu meiner neue persönliche Bestzeit  von 5:42:46 gekommen. Fair oder nicht – 9:01 ist ein Mittelwert; Für die Extraschleife gab es keine Zeitnehmung somit profitieren schnelle Radler, die langsamen zahlen drauf.

Zusammengefasst war es wieder ein tolles und super organisiertes Event, ich möchte auch nächstes Jahr dem Ruf des Leuchtturmes zum 29. Austria-Triathlon folgen.

Beim Schwimmen habe ich mich deutlich verbessert, hier hatte ich einiges an Training investiert; auch beim Radfahren hatte ich mich verbessern können; einzig das Laufen meine früher stärkste der drei Disziplinen war gleichgeblieben bzw. hat etwas nachgelassen. Jetzt habe ich den ganzen Herbst und Winter Zeit hier einiges nachzuholen, der nächste Triathlon ist bereits geplant; welcher? Verrate ich euch ein anderen mal.

 

Liebe Grüsse

Euer Gerit

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